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Introducing GoPro 7

Ja lang ist’s her das ich die GoPro gekauft habe, aber verraten habe ich das keinem. Der Grund dafür ist ziemlich einfach, dass Studium hat mir meine Zeit geklaut. Deshalb besser spät als nie – ein kleines Review zur GoPro7 Black Edition:

Warum die GoPro 7

Die Begründung dafür ist relativ einfach – ich liebe meine Fotos und Ihre Qualität, aber wenn ich mehrstündige Wanderungen unternehme zählt manchmal jedes Gramm. Die GoPro7 ist da mit Ihren 116 Gramm (ohne Zubehör) schon eine sehr gute Überlegung. Klar man könnte auch ein Smartphone nutzen, dass steht diesem Gerät hier aber in einigen nach (4K 60FPS Video, Slowmotion, Hyperlapse, Stabilisator, Unterwasserschutz etc.). Ausschlaggebend für mich ist aber vor allem das Gewicht.

Was mir an der GoPro gefällt

Die kleine Kamera ist an und für sich bereits 10m Wasserdicht. Das ist ein wirklich cooles Feature das es vielen andere Geräte voraus hat (gut diese Neuerung gab es bereits mit Version 6). Die Videoauflösung bzw. Framerate mit 4K und 60fps bzw. 1080p und 240fps sind ziemlich cool und machen etwas her, saubere SlowMotions Halleluja! Positiv fällt übrigens auch das Bedienkonzept an sich bzw. die Haptik des Gerätes auf. Akkudeckel die sich einfach öffnen, können für ein schmerzhaftes Erwachen sorgen. Der Touchbildschirm funktioniert schlicht so wie er soll, inzwischen setze ich das aber voraus, wir befinden uns immerhin im Jahr 2019. Die anderen tollen Features wie Livestream oder Sprachsteuerung habe ich bis jetzt noch nicht genutzt, ein nettes Addon.

Und jetzt zu meinem persönlichem Highlight: Der Bildstabilisator. Meine lieben Damen und Herren von und zu GoPro, da habt Ihr ein sensationelles Feature integriert! Diese saubere Implementierung hätte ich mir schon lange von viel mehr Herstellern gewünscht (wobei die Konkurrenz mit Sicherheit nicht auf sich warten lassen wird). Die Kamera stabilisert so gut das ein zusätzlicher Gimbal (meiner Meinung nach) absolut unnötig ist. Die Kamera stabilisiert aber nicht nur, sondern fertigt auch direkt Hyperlapse und TimeWarp Aufnahmen an, komplett ohne Nachbearbeitung. Das nachfolgende Video wurde nur mit der GoPro, direkt in meiner Hand gehalten, aufgenommen:

Zubehör: Die große Stärke der Kamera und ein großer Vorteil für das Schwergewicht auf dem Markt, es gibt schlicht einfach alle Features. Das original Zubehör ist mir um ehrlich zu sein einfach zu teuer, dafür gibt es von anderen Herstellern große Sets. Wer aber unbedingt die Original Module möchte sollte definitiv noch ordentlich Geld einplanen.

Was mir nicht gefällt

Tjaja GoPro hin, GoPro her. Die Bildqualität hat sich im großen und ganzen zu den früheren Modellen verbessert. Die LowLight Qualität ist aber, bei aller Liebe, Bescheiden. Auch die automatisierten Belichtungen sind nicht immer sauber, brennen teilweise an einigen Ecken aus. Abhilfe kann hier, zumindest für die meisten Fälle durch RAW geschaffen werden. Und da liegt auch der Knackpunkt – die GoPro ist eine Consumer Kamera. Natürlich kann man die ISO einstellen und manuelle Einstellungen vornehmen, aber das Einzustellen ist einfach nicht wirklich praktikabel. Kritiker mögen hierüber nörgeln, die meisten Nutzer werden die Kamera aber ohnehin im Auto-Modus knipsen. Fairerweise muss ich hier schreiben das ich die GoPro nicht mit anderen Action Cams vergleiche – hier hat sie definitiv die beste Bildqualität. Im Vergleich zu einem richtigem Foto ist das Ergebnis aber enttäuschend.

Tja und wo wir bei der Bildqualität sind – der Sensor. Mir ist bewusst das es vermutlich eine sehr abgewogene Entscheidung der Firma GoPro war den CMOS Sensor zu verwenden. Dieser wird mit seinen 12MP auch in Smartphones verbaut und ist natürlich vorteilhaft für ein Gerät das auf sein Gewicht achten muss. Trotzdem hätte ich mir gewünscht das ein bisschen mehr Mut vorhanden gewesen wär, das hätte der Qualität nicht geschadet.

Und dann gibt’s da noch die App und mich als Entwickler hat selten etwas so ratlos gemacht. Natürlich weiß ich das es unter Umständen an meinem Handy liegen kann: Geklappt hat es trotz intensivster Recherche und Problemlösungsansätzen nicht mich mit dem Handy zu verbinden, die GoPro zu bedienen oder Daten zu übertragen. Das ist wirklich schade, dass Feature wäre für unterwegs schon toll gewesen.

Zur Akku Laufzeit: Um es kindlich zu sagen – autsch. Die GoPro ist ein kleines leichtes Gerät, mehr Laufzeit bedeutet größere Akkus und somit mehr Gewicht. Die Kamera konsumiert Akkus aber wie das Krümelmonster Kekse. Wenn ich für längere Zeiträume fünf Akkus mitnehmen muss scheint mir, dass hier etwas entweder sehr aus finanzieller betrachtet oder sehr kompromissbereit durchdacht wurde. Der Akku kostet einzeln 23€. Und wo wir schon beim Jammern sind – die Einschaltzeit könnte auch wenig flotter sein.

Fazit

Die kleine Kamera hat viele coole Features, mit denen man viel Spaß haben kann. Für Sport und Action Aufnahmen in freier Natur bzw. für die Freizeit bereitet die Kamera Freude für jeden Nutzer. Hier funktioniert der Weitwinkel Look auch sauber und bedient schon fast eine gewisse Erwartungshaltung (GoPro hat hier ganze Arbeit geleistet). Auch als Zusatz Kamera kann man das Gerät und Ihren ikonischen Look schon mal verwenden. Wirklich überzeugend und gelungen ist der Stabilisator der Videos ermöglicht, die man sonst nur mit Gimbals machen kann. Als richtiger Foto wird die GoPro 7 nach professionellem Maßstab aber definitiv keinen Spaß machen und eher enttäuschen. Insofern wird es wohl reine GoPro Aufnahmen von mir eher als gelegentlichen Zusatz geben, privat wird Sie meine Begleitung auf den Berg. Hier gibt’s noch meinen persönlichen Lieblingsclip – die Aussicht vom Fockenstein (November 2018):

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Marokko | 2019

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